Warum Tesla-Führungskräfte endlich Musks KI-Besessenheit nachholen

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Tesla versendet Autos. Sie versenden viele davon. Fast eine halbe Million Einheiten wurden im letzten Quartal bewegt. Und 70 % des Umsatzes des Unternehmens stammen aus dem Verkauf von Metall auf vier Rädern. Es sieht aus wie ein Autohersteller. Es verhält sich wie ein Autohersteller, wenn der Scheck eingelöst wird.

Elon Musk möchte nicht, dass Sie sich daran erinnern.

Er möchte, dass Tesla ein KI- und Robotikunternehmen wird. Eines, bei dem das Auto nur das Schiff ist. Seit Jahren vertritt er diesen Punkt. Jetzt lebt er es. Während Teslas Kerngeschäft auf Geschwindigkeitsbegrenzungen stößt, hat sich Musks Fokus entschieden auf die gespenstische Zukunft verlagert. Optimus. Robotaxis. Vollständig autonomes Fahren (FSD). Das sind keine Nebenprojekte mehr. Sie sind die Erzählung.

Um genau zu sehen, wie es zu dieser Wende kam, hat TechCrunch eine Partnerschaft mit Hudson Labs geschlossen. Das in New York ansässige Finanzforschungsunternehmen hat die Gewinnmitteilungen von S&P Market Intelligence aus sieben Jahren ausgewertet. Ihr Tool, Co-Analyst, markierte jeden Satz. Dann zählten sie.

Das Ergebnis ist eine Karte der Aufmerksamkeit. Und Musks Fokus liegt nicht mehr auf der Fertigung.

Die KI-Verschiebung: Von 20 % auf 50 %

Mittlerweile diskutiert Musk fast die Hälfte der Zeit über künstliche Intelligenz, Robotaxis und Software für das vollständige Selbstfahren. Fünfzig Prozent. Das ist ein gewaltiger Schwung. Zurück im Jahr 2022? Er gab nur 15 bis 20 % aus.

Das ist kein zufälliges Geschwätz. Es ist eine Bewertungsstrategie. Musk hat deutlich gemacht, warum dieser Wandel für die Aktionäre wichtig ist.

„Wenn man Tesla nur als Autokonzern schätzt – im Grunde ist das der falsche Rahmen.“ — Elon Musk, Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals 2024

Er ging weiter. Er sagte den Anlegern, dass sie die Aktie nicht kaufen sollten, wenn sie nicht glaubten, dass Tesla die Autonomie lösen würde. Es ist eine Alles-oder-Nichts-Wette. Und die Daten beweisen, dass die Wette seine Stimme dominiert.

Optimus steht im Mittelpunkt

Die Diskussion über Robotik hat in letzter Zeit stark zugenommen. Tesla führte Optimus im Jahr 2021 ein, aber für das nächste Jahr wurde es kaum registriert. Musk erwähnte es in höchstens 2 % der Fälle. Langweilig. Randständig.

Nicht mehr.

Im letzten Jahr hat Optimus mindestens 10 % von Musks Äußerungen für sich beansprucht. Bei der Ausschreibung für das 3. Quartal 2025 stand es fast zu einem Drittel im Fokus. Es wird zum Star. Unterdessen wird die alltägliche Realität des Automobilbaus in den Hintergrund gedrängt. Musk verbringt mittlerweile weniger als ein Drittel seiner Gewinngespräche damit, das eigentliche Automobilgeschäft zu besprechen. Manchmal weniger als 20 %.

Warum die Änderung? Timing. Das Wachstum der Autoverkäufe von Tesla ist ins Stocken geraten. Der Wettbewerb ist hart. Die alten Autohersteller beißen. Chinesische Teilnehmer strömen in Scharen. Das Kerngeschäft leidet unter der Last der Marktrealität. Also spricht Musk über den Fluchtweg.

Führungskräfte hinken hinterher (bis vor Kurzem)

Musk ist nicht die einzige Stimme bei Tesla. CFO Vaibhav Taneja und VP of Engineering Lars Moravy sind bei diesen Anrufen normalerweise anwesend. Sie haben den Dreh- und Angelpunkt langsamer angenommen. Jahrelang widmeten sie fast die Hälfte ihrer Zeit der Herstellung und dem Verkauf von Autos.

Selbst bei den jüngsten Anrufen verbrachten diese Führungskräfte immer noch rund 30 % ihrer Zeit im Automobilbereich. Ihre nächsten großen Themen? KI und Robotaxis. Aber sie hinken Musk hinterher. Sie erwirtschaften noch nicht die gleiche Kapitalrendite. So bleiben sie in der Gegenwart geerdet.

Das änderte sich im Jahr 2024. Als die Probleme im Automobilgeschäft zunahmen, mussten die Führungskräfte wechseln. Aber sie passten zu Musks Rhetorik, als sie endlich den Schritt in die Zukunft machten.

„Der Weg zu erstaunlichem Überfluss ist immer eine Herausforderung und erfordert mutige Wetten. Unser Fortschritt wird nichtlinear sein. Die Zukunft ist großartig.“ — Vaibhav Taneja, Q2 Earnings Call

Es klingt nach Hoffnung. Es klingt nach Glauben. Aber wenn man sich die Transkripte ansieht, sieht es auch nach einem Überleben aus. Tesla braucht eine Geschichte, die keine Preissenkungen und Margenkompression beinhaltet. Es braucht eine Geschichte über empfindungsfähiges Metall und fahrerloses Nirvana.

Musk erzählt es. Die anderen folgen. Die Autos? Sie kommen einfach immer wieder vom Band.

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