Retina-Display: Warum Apples Pixel-Strategie immer noch die Bildschirmstandards diktiert

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Apple hat den Begriff Retina geprägt, um ein bestimmtes Sehproblem zu lösen. Das Ziel war einfach. Pixel verschwinden lassen. Wenn Sie die einzelnen Punkte nicht sehen können, sehen Text und Bilder perfekt scharf aus. Der Name leitet sich direkt von der menschlichen Netzhaut ab und bedeutet, dass das Display die natürliche Auflösung des Auges nachahmt.

Es begann nicht mit einem Whitepaper. Es begann mit dem iPhone 4. Apple führte den Begriff bei seiner Markteinführung ein. Das Gerät verfügte über einen Bildschirm mit 326 Pixel pro Zoll (PPI). Diese Zahl wurde jahrelang zum Maßstab für die Qualität der „Netzhaut“.

Heute erstreckt sich das Label über das gesamte Ökosystem. Sie sehen es auf iPhones, iPads, Apple Watches, MacBooks und iMacs. Die Marketingnamen haben sich im Laufe der Zeit geändert. Das iPhone 6 brachte ein Retina HD Display mit. Das iPhone X hat es auf das Super Retina HD Display aufgerüstet. Auch Macs bekamen ihr eigenes Branding. Retina 4K-, 5K- und sogar 6K-Displays auf iMacs.

Aber ist Retina tatsächlich nur eine Apple-Exklusivität? Nein. Nicht mehr.

So funktioniert das Retina-Display

Apple hat nie eine strenge technische Definition für Retina veröffentlicht. Es gibt keine einzelne Pixelzahl, die einen Bildschirm qualifiziert. Stattdessen kommt es auf den Betrachtungsabstand an. Apple schätzt, dass Menschen ein Smartphone etwa 25 Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt halten. Die Tablets haben eine Höhe von 38 Zentimetern. Desktop-Monitore sind weiter entfernt, etwa 51 Zentimeter.

Die Berechnung nutzt das Auflösungsvermögen des menschlichen Sehens. Es geht von einem Sichtwinkel von einer Bogenminute aus. Wenn die Pixeldichte hoch genug ist, dass die Punkte in dieser Entfernung nicht zu einem Gitter verschmelzen, handelt es sich um die Netzhaut.

Wer stellt diese Panels her?

Apple stellt das Glas nicht selbst her. Es kauft Panels von Wettbewerbern. Samsung, LG und Japan Display liefern die Bildschirme. Sie bauen die Hardware. Apple legt die Spezifikationen fest.

Als das iPhone 4 herauskam, reagierte der Markt schnell. Die Konkurrenten erkannten, dass sie die Dichte von Apple erreichen oder sogar übertreffen konnten. Sie mussten lediglich die Pixelanzahl erhöhen.

Nehmen Sie das Samsung Galaxy S6. Es startete mit 557 PPI. Das später veröffentlichte iPhone 6 blieb beim älteren 326-PPI-Standard. Samsung hatte bereits die Nase vorn. Die Ära der Retina als Alleinstellungsmerkmal endete fast sofort.

Warum Pixeldichte jetzt wichtig ist

Sie fragen sich vielleicht, ob 326 PPI noch relevant sind. Mit den Fortschritten bei OLED und Mini-LED sind die Rohpixelzahlen weniger von Bedeutung. Aber die Grundlinie ist wichtig. Retina hat Maßstäbe für Klarheit gesetzt. Es zwang die Branche, schlechte Auflösungen nicht mehr hinter Marketing-Füllungen zu verstecken.

Wir leben heute in einer Zeit, in der Bildschirme in vielen Kontexten schärfer sind, als unser Sehvermögen erkennen kann. Die Debatte hat sich von der Frage „Können Sie Pixel sehen?“ verlagert. zu „Wie hält sich die Farbgenauigkeit?“ oder „Hat die Bildwiederholfrequenz einen Einfluss auf die Glätte?“

Dennoch bleibt das Retina-Label bestehen. Es ist ein veralteter Begriff. Es signalisiert eine gewisse Knusprigkeit. Es erinnert uns daran, dass Apple einst Klarheit für alle anderen definiert hat.

Die Technologie hat sich weiterentwickelt. Die Panels wurden verbessert. Aber der Kerngedanke bleibt bestehen. Bei der Schärfe geht es nicht nur um Zahlen. Es geht darum, wie der Bildschirm mit Ihren Augen auf Armeslänge interagiert.

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