Disneys nächste Illusion: XR-Sonnenbrillen, die die Realität in Freizeitparks verwischen

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Disney testet im Stillen eine revolutionäre Technologie, die das Eintauchen in seine Freizeitparks neu definieren könnte: Extended Reality (XR)-Sonnenbrillen. Diese vom Startup Liminal Space (einem Teilnehmer des Disney Accelerator 2025) entwickelte Brille verbindet virtuelle Bilder nahtlos mit der realen Welt und schafft Erlebnisse, die so realistisch sind, dass Gäste möglicherweise nicht einmal bemerken, dass sie auf einen Bildschirm schauen.

Die enthüllte Illusion

Die Kernidee ist einfach: normal aussehende Sonnenbrillen, die sich in XR-Displays verwandeln, wenn sie auf spezielle Bildschirme fokussiert werden. Während einer kürzlichen Vorführung in den Walt Disney Studios sahen die Gäste, wie eine lebensgroße Rakete aus Guardians of the Galaxy auf der Bühne auftrat – nur um zu entdecken, dass es sich dabei um ein projiziertes Bild handelte, bei dem ein Schauspieler hinter den Kulissen für die Bewegungen sorgte. Die Brille machte die Illusion makellos.

Dabei geht es nicht nur darum, das Auge zu täuschen. Die Technologie von Liminal Space zielt darauf ab, ein zentrales Problem aktueller VR/AR-Headsets zu lösen: Isolation. Im Gegensatz zu sperrigen VR-Geräten, die Benutzer in digitale Welten fesseln, ermöglichen diese Brillen gemeinsame Erlebnisse. Wie CEO Nathan Huber erklärt, besteht das Ziel darin, „Eintauchen und Ehrfurcht“ zu vermitteln und den Menschen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, ihre Freunde, Familie und Umgebung zu sehen.

Jenseits von 3D: Ein Schritt in Richtung nahtloses Eintauchen

Die Brille stellt einen Sprung über veraltete 3D-Brillen dar. Während VR Sie in eine vollständig virtuelle Umgebung entführt und AR Grafiken über die Realität legt, zielt die Technologie von Liminal Space auf eine Annäherung an eine nahtlose Integration ab. Disney sieht darin eine Möglichkeit, bestehende Attraktionen zu verbessern und völlig neue zu schaffen.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen durch einen Park, tragen diese Brille und sehen, wie digitale Elemente mit physischen Umgebungen verschmelzen. Ein Gemälde von Vincent Van Gogh könnte zum Leben erwachen, wenn Schneeflocken von der Leinwand treiben, wenn Sie sich ihm nähern. Dabei geht es nicht nur darum, einen Bildschirm anzusehen; Es geht darum, in die Erfahrung einzutauchen.

Modulare Bildschirme und Skalierbarkeit

Der Reiz der Technologie liegt in ihrer Skalierbarkeit und Kosteneffizienz. Liminal Space behauptet, die Gläser seien billig in der Herstellung, was bedeutet, dass Disney möglicherweise Tausende an Gäste verteilen könnte. Durch den modularen Bildschirmansatz können Attraktionen problemlos aktualisiert werden. Wie Michael Koperwas von Industrial Light & Magic feststellt, ermöglicht dies „reibungsarme, wunderbare Möglichkeiten, die Welt, in der man sich bereits befindet, zu erweitern“.

Disney blickt auf eine lange Geschichte tragbarer Technologie zurück, vom MagicBand bis zum MagicBand Plus. Die XR-Brille könnte die nächste Iteration sein und ein noch intensiveres und dynamischeres Erlebnis bieten.

Die Zukunft der Freizeitparkerlebnisse

Disneys Unterstützung von Liminal Space signalisiert sein Engagement für hyperrealistische, immersive Umgebungen. Führungskräfte von Walt Disney Imagineering sehen darin eine Möglichkeit, Erlebnisse zu bieten, die sich „magisch“ und „nahtlos“ anfühlen.

Bei der Umstellung auf XR-Brillen geht es nicht nur um Unterhaltung; Es geht darum, die Art und Weise, wie Gäste die Realität in Freizeitparks wahrnehmen, neu zu definieren. Wie Bonnie Rosen, General Managerin von Disney Accelerator, es ausdrückt: „Innovationen passieren bei Disney jeden Tag … wir reden einfach nicht darüber, bis es unvermeidlich erscheint, und dann nennt es jemand ‚Disney-Magie‘.“

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