Valve, das Unternehmen hinter der beliebten Steam-Plattform und dem erfolgreichen Steam Deck-Handheld, betritt mit der Steam Machine die Gaming-Arena im Wohnzimmer. Diese im November angekündigte kompakte PC-basierte Konsole zielt darauf ab, PC-Gaming für ein breiteres Publikum zu vereinfachen, obwohl Valve sie nicht als direkten Konkurrenten zu PlayStation oder Xbox positioniert. Während die Details noch unklar sind, erfahren Sie hier, was wir über die Veröffentlichung, die Preise und die Funktionen wissen.
Erscheinungsdatum und Verfügbarkeit
Valve hatte ursprünglich eine Veröffentlichung der Steam Machine Anfang 2026 angestrebt, doch Aktualisierungen vom Februar deuten auf mögliche Verzögerungen hin. Das Unternehmen priorisiert konkrete Preise und Einführungstermine und erkennt gleichzeitig an, dass die Volatilität in der Lieferkette – insbesondere RAM-Mangel – die Verfügbarkeit beeinträchtigen könnte. Vorbestellungen sind noch nicht möglich, aber Valve implementiert möglicherweise ein dem Steam Deck ähnliches System, das das Scalping einschränkt, indem ein Steam-Konto erforderlich ist und bestellungsbasierte Veröffentlichungszeitrahmen zugewiesen werden.
Preisgestaltung: Ein bewegliches Ziel
Die Kosten bleiben eine große Unsicherheit. Valve gibt an, dass die Steam Machine einen ähnlichen Preis haben wird wie ein Gaming-PC mit vergleichbarer Leistung. Die anfänglichen Spekulationen lagen zwischen 600 und 800 US-Dollar, aber anhaltende RAM-Knappheit könnte den Preis auf über 1.000 US-Dollar drücken und die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Valve überprüft aktiv die Preise, um potenzielle Käufer nicht abzuschrecken.
Wichtige Spezifikationen und Funktionen
Die Dampfmaschine ist als etwa 6 Zoll großer Würfel konzipiert, der an einen Fernseher angeschlossen werden kann. Valve hat vorläufige Spezifikationen veröffentlicht, weist jedoch darauf hin, dass sich diese aufgrund der Komponentenkosten und der Verfügbarkeit ändern können.
Zu den einzigartigen Funktionen gehören:
– Anpassung: Abnehmbare Frontplatten ermöglichen eine ästhetische Personalisierung.
– Aufrüstbarkeit: Der Speicher kann über microSD erweitert werden, auch der Arbeitsspeicher kann aufgerüstet werden.
– Vielseitigkeit: Die Steam Machine kann als vollständiger Linux-Desktop fungieren, wenn sie an einen Monitor, eine Tastatur und eine Maus angeschlossen ist. Windows kann ebenfalls installiert werden, SteamOS ist jedoch für ein flüssigeres Spielerlebnis konzipiert.
– Controller-Unterstützung: Nahtlose Kompatibilität mit dem Steam Controller, mit Unterstützung für bis zu vier gleichzeitige Verbindungen.
Ein zweiter Versuch des Dampfmaschinenkonzepts
Valve experimentierte bereits Mitte der 2010er Jahre mit Steam Machines, veröffentlichte das Betriebssystem SteamOS und lud Hardwarehersteller ein, konsolenähnliche PCs zu entwickeln. Kompatibilitätsprobleme mit Linux-basiertem SteamOS und eingeschränkte Entwicklerunterstützung führten jedoch zum Niedergang der Plattform. Die Entwicklung von Proton, einer Kompatibilitätsschicht für Windows-Spiele, hat seitdem die SteamOS-Unterstützung verbessert und ermöglicht nun über 20.000 Windows-Titel.
Die Steam Machine stellt Valves erneuten Versuch dar, die Lücke zwischen der Flexibilität von PC-Spielen und der Einfachheit traditioneller Konsolen zu schließen. Ob es gelingt, hängt vom Endpreis, der Verfügbarkeit und der weiteren Entwicklung von SteamOS ab.





















