Ein britischer Medizinstudent, der nach einem Tauchunfall gelähmt ist, demonstriert dank eines experimentellen Gehirnimplantats, das von Elon Musks Neuralink entwickelt wurde, bemerkenswerte Fortschritte bei der Steuerung eines Computers allein durch Gedanken. Der Durchbruch, Teil einer frühen klinischen Studie an den University College London Hospitals (UCLH), markiert einen bedeutenden Schritt zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit von Personen mit schwerer Lähmung.
Wie die Technologie funktioniert
Das Gerät besteht aus mikroskopisch kleinen Fäden, die über einen von Neuralink entwickelten Operationsroboter in den motorischen Kortex – die Gehirnregion, die die Bewegung steuert – implantiert werden. Diese Fäden, dünner als ein menschliches Haar, enthalten Elektroden, die neuronale Signale erkennen, die mit beabsichtigten Aktionen verbunden sind. Die Signale werden dann drahtlos an einen Computer übertragen, sodass der Benutzer ohne physische Eingabe einen Cursor steuern, Dateien öffnen und sogar komplexe Spiele wie Schach spielen kann.
Sebastian Gomez-Peña, der an der britischen Studie beteiligte Patient, beschrieb die Erfahrung als „massive Veränderung … die einem ein wenig Hoffnung gibt“, als ihm klar wurde, dass er digitale Aktionen allein durch das Nachdenken darüber kontrollieren konnte.
Das Verfahren und erste Ergebnisse
Die Implantationsoperation dauerte etwa fünf Stunden. Die hauchdünnen Fäden wurden etwa vier Millimeter tief in Gomez-Peñas Gehirn eingeführt und mit einem münzgroßen Chip verbunden, der bündig mit dem Schädel abschließt. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Kontrolle durch Gomez-Peña „schnell und präzise“ erfolgt, so Dr. Harith Akram, der leitende Forscher der britischen Studie.
Andere Teilnehmer des globalen Versuchs – darunter diejenigen in den USA, Kanada und den Vereinigten Arabischen Emiraten – haben Berichten zufolge gelernt, auf virtuellen Tastaturen zu tippen und Geräte allein durch Gedanken zu bedienen.
Warum das wichtig ist
Diese Entwicklung ist besonders wichtig, da schwere neurologische Behinderungen den Patienten häufig nur begrenzte Möglichkeiten zur Wiedererlangung ihrer Selbstständigkeit bieten. Das Neuralink-Implantat bietet einen direkten Weg zur Umgehung körperlicher Einschränkungen und könnte möglicherweise die unterstützende Technologie revolutionieren. Die Technologie hat das Potenzial, die Lebensqualität von Menschen mit Lähmungen, Schlaganfällen oder anderen Erkrankungen, die die motorische Kontrolle beeinträchtigen, erheblich zu verbessern.
Was kommt als nächstes?
Obwohl die ersten Ergebnisse vielversprechend sind, muss die Technologie noch vollständig durch von Experten begutachtete Veröffentlichungen überprüft oder für eine breite medizinische Verwendung zugelassen werden. Größere, längerfristige Studien sind erforderlich, um die langfristige Sicherheit, Haltbarkeit und Wirksamkeit des Implantats zu bewerten, bevor die Aufsichtsbehörden eine Lizenzierung in Betracht ziehen können.
Trotz dieser Hürden deuten die von Gomez-Peña und anderen Studienteilnehmern gezeigten Fortschritte auf eine Zukunft hin, in der Gehirn-Computer-Schnittstellen zum Standardbestandteil der Versorgung von Menschen mit schweren neurologischen Behinderungen werden könnten.





















