Google verschärft nach Kritik die Kindersicherung

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Google hat eine langjährige Richtlinie rückgängig gemacht, die es Teenagern ermöglicht, die elterliche Aufsicht in Family Link-Konten zu umgehen, sobald sie 13 Jahre alt sind. Die am Montag angekündigte Änderung erfordert nun die Zustimmung der Eltern, damit Jugendliche ihre eigenen Google-Konten verwalten können. Dieser Wandel erfolgt kurz nach viraler Kritik, die die potenziellen Sicherheitslücken des vorherigen Systems hervorhebt.

Richtlinienumkehr erklärt

Bisher konnte ein 13-Jähriger die Kindersicherung über Family Link einseitig deaktivieren. Die neue Regelung stellt sicher, dass weder der Teenager noch die Eltern diese Einstellungen ohne gegenseitige Zustimmung anpassen können. Kate Charlet von Google erklärte, die Änderung sei geplant, aber angesichts der jüngsten Prüfung beschleunigt worden.

Der Katalysator für Veränderung

Auslöser der Politikwende war ein LinkedIn-Beitrag von Melissa McKay, Präsidentin des Digital Childhood Institute. Sie teilte eine E-Mail mit, die ihr 12-jähriger Sohn erhalten hatte und in der sie ihn über seine baldige Möglichkeit informierte, die Kindersicherung ohne ihr Wissen aufzuheben. Mit über 375.000 Impressionen und 600 Kommentaren erlangte der Beitrag schnell Anklang.

McKay, der zuvor im Jahr 2025 eine Beschwerde bei der Federal Trade Commission (FTC) über die Jugendsicherheitspraktiken von Google eingereicht hatte, argumentierte, dass die Kommunikation des Unternehmens vage sei und die Auswirkungen der Richtlinienänderung nicht angemessen erläutert habe. Die an ihren Sohn gesendete E-Mail enthielt einen direkten Link zu Anweisungen zum Deaktivieren der Aufsicht, während ihre eigene E-Mail nur Altersanforderungen enthielt.

Implikationen für Jugendliche und Eltern

Unter dem alten System verloren Eltern, sobald ein Teenager 13 Jahre alt war, die Kontrolle über Ausfallzeitpläne, App-Berechtigungen und die Sichtbarkeit von Finanztransaktionen. Dies bedeutete auch, dass Jugendliche uneingeschränkten Zugriff auf Google Wallet und Pay hätten. Die neue Richtlinie wird diesen automatischen Übergang verhindern. Durch die Anforderung der Zustimmung der Eltern möchte Google den unbeaufsichtigten Zugriff auf Finanztools verhindern und eine kontinuierliche Überwachung der Online-Aktivitäten gewährleisten.

McKay begrüßte die Änderung, befürwortet jedoch umfassendere Reformen und betont, dass die Ausbeutung von Kindern im Internet durch Unternehmen weiterhin ein erhebliches Problem sei.

„Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber Google und andere Technologieunternehmen müssen der Sicherheit von Kindern Vorrang vor dem unkontrollierten Zugang zu digitalen Plattformen geben.“

Die aktualisierte Richtlinie wird diese Woche weltweit umgesetzt.

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