Home Neueste Nachrichten und Artikel Funktioniert der Viral VPN Travel Hack tatsächlich? Eine geprüfte Untersuchung

Funktioniert der Viral VPN Travel Hack tatsächlich? Eine geprüfte Untersuchung

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Eine beliebte Behauptung, die im Internet kursiert, besagt, dass die Verwendung eines Virtual Private Network (VPN) zur Fälschung Ihres Standorts zu günstigeren Flug- und Hotelpreisen führen kann. Die Idee ist einfach: Stellen Sie eine Verbindung zu einem VPN-Server in einem Land mit niedrigeren Durchschnittspreisen her und suchen Sie dann nach Reiseangeboten. Aber funktioniert das tatsächlich in der Praxis? Jüngste Tests zeigen, dass die Wahrheit nuancierter ist, als virale Posts vermuten lassen.

Das Experiment: Testen des VPN-Hacks

Um die Behauptung zu überprüfen, wurde ein gründlicher Test mit drei führenden VPN-Anbietern (ExpressVPN, NordVPN und Proton VPN) über mehrere Routen hinweg durchgeführt. Die Suche wurde im Inkognito-Modus durchgeführt, um eine Nachverfolgung zu vermeiden, und gefälschte Standorte wurden auf Websites wie Google Flights und Skyscanner bestätigt. Zu den Strecken gehörten große internationale und inländische Flüge (LHR nach NYC, MAN nach HKG, SFO nach LAX), die zwei Monate im Voraus gebucht wurden, um Spitzenpreise zu vermeiden.

Die Ergebnisse? Minimale Einsparungen bei Flügen. Während ein Flug von San Francisco nach Japan über ein brasilianisches VPN 63 US-Dollar günstiger war (ca. 7 %), unterschieden sich die meisten Preise um weniger als 1 US-Dollar. In einigen Fällen erhöhte die Verwendung eines VPN tatsächlich die Kosten. Die weithin angepriesenen „Jackpot-Tarife“ blieben unerreichbar.

Hotels: Wo der VPN-Hack immer noch eine gewisse Bedeutung hat

Die Geschichte ändert sich, wenn es um Hotels geht. In Hotels in Manhattan wurden bei Verwendung eines VPN Einsparungen zwischen 100 und 200 US-Dollar beobachtet, insbesondere bei der Verbindung zu brasilianischen Servern. Ein viertägiger Aufenthalt im Westin Times Square kostete mit VPN 815 US-Dollar im Vergleich zu 976 US-Dollar ohne. Diese Einsparungen sind zwar nicht bahnbrechend, aber dennoch spürbar.

Warum der Hack jetzt bei Flügen weniger funktioniert

Experten bestätigen, dass der Flugspartrick weitgehend veraltet ist. Unternehmen nutzen mittlerweile Techniken wie Deep Packet Inspection und Browser-Fingerprinting, um trotz VPN-Nutzung den tatsächlichen Standort zu ermitteln. Anbieter verlassen sich nicht mehr ausschließlich auf IP-Adressen; Sie graben tiefer, um eine genaue Preisgestaltung vorzunehmen. Der gelegentliche Online-Rabatt ist oft ein Fehler oder ein Einzelfall und kein verlässliches Schlupfloch.

Wofür sind VPNs noch gut?

Trotz ihrer nachlassenden Wirksamkeit bei Reise-Hacking bleiben VPNs wertvolle Werkzeuge. Sie verbessern die Online-Privatsphäre, insbesondere im öffentlichen WLAN, und schirmen die Surfaktivitäten von ISPs und Netzwerkadministratoren ab. VPNs umgehen außerdem die standortbezogene Zensur und schalten geografisch eingeschränkte Streaming-Dienste wie BBC iPlayer oder HBO Max frei.

Für Remote-Mitarbeiter sichern VPNs den Datenverkehr zu Organisationen, obwohl sie nicht narrensicher sind. Kein Dienst garantiert vollständige Anonymität und veraltete Software schafft Schwachstellen, die Cyberkriminelle ausnutzen. Es ist von entscheidender Bedeutung, Ihr VPN auf dem neuesten Stand zu halten.

Auch wenn ein VPN kein Luxushotel zu Hostelpreisen bietet, bleibt es ein leistungsstarkes Tool für Datenschutz, Sicherheit und Zugriff auf eingeschränkte Inhalte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der virale VPN-Reise-Hack für Flüge größtenteils entlarvt wird. Auch wenn Hoteleinsparungen möglich sind, handelt es sich dabei nicht um die dramatischen Rabatte, die oft behauptet werden. VPNs erfüllen immer noch wichtige Zwecke über das Reisen hinaus, aber es ist unrealistisch, sich bei großen Reiseschnäppchen auf sie zu verlassen.

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