Der neueste Teil von Activisions Flaggschiff-Franchise, Call of Duty: Black Ops 7, fühlt sich weniger wie ein mutiger Schritt nach vorne an, sondern eher wie ein verzweifelter Blick in die Vergangenheit. Dieser von Treyarch und Raven Software entwickelte Titel lehnt sich stark an das Erbe von Black Ops 2 an – einem Spiel, das vor über einem Jahrzehnt veröffentlicht wurde –, schafft es jedoch nicht, seinen Geist wiederzuerlangen, sondern bietet stattdessen ein oberflächliches Erlebnis, bei dem künstliches Engagement Vorrang vor echtem Spaß hat.
Eine Geschichte, die in der Vergangenheit steckt
Die Kampagne versucht, die Lücke zwischen Black Ops 2 und Black Ops 6 zu schließen, aber das Ergebnis ist eine unzusammenhängende Erzählung, die sich um müde Tropen von Schattenorganisationen und vorhersehbaren falschen Flaggen dreht. Obwohl die Handlung technisch schlüssig ist, mangelt es ihr an wirklichem emotionalem Gewicht oder überzeugendem Inhalt. Das Spiel fühlt sich weniger wie eine eigenständige Geschichte an, sondern eher wie eine Checkliste mit Referenzen, die Nostalgie auslösen soll, anstatt etwas Neues aufzubauen.
Besonders ungeheuerlich ist die Koop-Kampagne, die ein eigentlich spannendes Action-Erlebnis in ein frustrierendes Durcheinander verwandelt. Bei den Missionen handelt es sich entweder um langweilige, leere Aufgaben in der offenen Welt oder um halluzinatorische Sequenzen, die sich gezwungen und unverdient anfühlen. Der Erzählung gelingt es nicht, sinnvolle Verbindungen zu den Charakteren herzustellen, sodass sich ihre Kämpfe trotz der melodramatischen Versuche der Entwickler hohl anfühlen. Die Tatsache, dass die Kampagne den Fortschritt hinter den Erfahrungspunkten des Kontos festlegt und es an Offline-Spielen mangelt, verschärft das Problem nur und macht ein Einzelspieler-Erlebnis zu einer Geisel der Serverstabilität.
Multiplayer: Vertraut, aber nicht frisch
Der Mehrspielermodus bleibt die stärkste Variante der Serie, aber selbst hier fühlt sich Black Ops 7 wie eine Wiederholung an. Das Kerngefecht ist solide und klassische Karten wie Raid, Express und Hijacked kehren mit ihrem zeitlosen Reiz zurück. Loadout-Optimierungen sorgen für etwas Tiefe, aber die größeren Änderungen – wie der chaotische 20-gegen-20-Gefechtsmodus – scheitern. Scharmützel wirken unorganisiert, da die Spieler Wingsuits ausnutzen, um Gefechte zu umgehen, und das Schlachtfeld eher zu einer Schießbude als zu einem strategischen Konflikt wird.
Während das grundlegende Gameplay weiterhin Spaß macht, fühlt sich der unermüdliche Fokus auf Fortschrittssysteme erdrückend an. Das Spiel ist darauf ausgelegt, Sie auf der Suche nach Waffentarnungen und Visitenkarten zu halten und so aus einer eigentlichen Freizeitbeschäftigung eine Verpflichtung zu machen.
Zombies: Eine langsame Fäulnis
Der Zombies-Modus führt die Handlung von Dark Aether fort, jedoch mit minimalen Innovationen. Die neue Karte „Ashes of the Damned“ bietet eine modernisierte Version von Tranzit aus Black Ops 2, aber der Mangel an sinnvollen neuen Inhalten zum Start ist enttäuschend. Das Fehlen schnellerer, kleinerer Karten, wie sie in Black Ops 6 zu finden sind, hinterlässt eine spürbare Lücke.
Während der Cursed-Modus willkommene Schwierigkeitsanpassungen einführt, fühlt sich das Gesamterlebnis stagnierend an. Der Modus verlässt sich zu stark auf bekannte Mechaniken, ohne die Formel voranzutreiben, was letztendlich dazu führt, dass langjährige Fans mehr wollen.
Das Urteil: Eine zynische Übung in Nostalgie
Call of Duty: Black Ops 7 ist ein technisch funktionierendes Spiel, das seine Existenz nicht rechtfertigt. Es verlässt sich zu sehr auf Nostalgie und räuberische Fortschrittssysteme und opfert echten Spaß zugunsten künstlichen Engagements. Die Einzelspieler-Kampagne ist eine Katastrophe, der Mehrspielermodus ist eine laue Aufwärmung und der Zombies-Modus verfällt langsam.
Dies ist ein Spiel, das nicht zur Unterhaltung gedacht ist, sondern dazu dient, durch endloses Grinden und oberflächliche Belohnungen maximales Engagement zu erzielen. Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Erlebnis sind, bleiben Sie bei den älteren Titeln der Serie; Black Ops 7 erinnert daran, dass manche Hinterlassenschaften am besten unberührt bleiben.





















