Ein neues Tool, das von der von Jugendlichen geführten digitalen Interessenvertretung Gen Z For Change entwickelt wurde, zielt darauf ab, den Umfang der Datenerfassung durch Regierungen und Technologieunternehmen aufzudecken. Das Projekt mit dem Namen „Eyes on AI“ bietet Benutzern eine personalisierte Überwachungsbewertung und zeigt, wie ihre täglichen Gewohnheiten zu einem wachsenden Tracking-Netz beitragen. Dies ist nicht nur ein Datenschutzproblem. es geht um Machtdynamiken im digitalen Zeitalter.
Die wachsende Bedrohung durch Überwachung
Das aktuelle politische Klima stellt in Verbindung mit den rasanten KI-Fortschritten ein beispielloses Überwachungsrisiko dar. Cheyenne Hunt, Geschäftsführerin von Gen Z For Change, stellt fest, dass junge Organisatoren, insbesondere solche aus marginalisierten Gemeinschaften, bereits ins Visier von Regierungsbehörden wie ICE geraten. Die Ironie ist groß: Aktivisten verlassen sich auf dieselben Plattformen, die ihre Sicherheit gefährden.
Die Entwickler des Tools betonen, dass die Überwachung nicht auf hochkarätige Ziele beschränkt ist. Tracking ohne Gewähr ist legal und wird durch die KI immer allgegenwärtiger. Eyes on AI ahmt virale Online-Quiz nach, um Benutzer anzusprechen, allerdings mit weitaus größeren Risiken. Die Botschaft der Kampagne ist unverblümt: „Ihre Zukunft steht zum Verkauf.“
So funktioniert das Tool
Die Bewertung erfordert nur minimalen persönlichen Input – lediglich die Kenntnis Ihrer eigenen Technologienutzung. Es speichert keine Daten, wird lokal in JavaScript ausgeführt und ist Open Source auf GitHub. Das Tool fragt nicht nach vertraulichen Informationen, kann aber dennoch viele Rückschlüsse auf Ihre digitalen Gewohnheiten ziehen: verwendete Apps, Zahlungsmethoden und sogar, ob Sie Student sind.
Das Ziel besteht, wie Digitalstrategin Hana Memon erklärt, darin, zu zeigen, wie scheinbar harmlose Entscheidungen – religiöse Apps, Gesundheitsdienstleister, Reisemuster – in ein umfassendes Überwachungsnetzwerk einfließen. Die Bewertung kategorisiert Risiken basierend auf realen Bedrohungen, wie automatisierten Nummernschildlesern und vorausschauender Polizeiarbeit.
Eine Geschichte des Aktivismus
Gen Z For Change kann auf eine Erfolgsbilanz bei der Nutzung digitaler Tools für politisches Handeln zurückblicken. Zuvor starteten sie Kampagnen, um Hotels unter Druck zu setzen, sich von der ICE-Einschiffung abzuhalten, und um Stimmen für progressive Kandidaten zu mobilisieren. Die Organisation betrachtet strategische Kodierung als Waffe gegen die Macht von Unternehmen und Politik.
Die Gruppe bereitet derzeit eine groß angelegte Sensibilisierungskampagne vor, die Plakate, Projektionen auf Sehenswürdigkeiten und politische Interessenvertretung umfasst. Das Fehlen umfassender Datenschutzbestimmungen in den USA macht diesen Kampf umso dringlicher.
Die Realität ist, dass junge Menschen von Technologieunternehmen als Testpersonen behandelt wurden. Gen Z For Change möchte sie in die Lage versetzen, sich zu wehren.





















